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40 °C in Berlin. Was bedeutet das für den Holzbau?

Das Foto ist mit einem Augenzwinkern entstanden. Die Realität dahinter ist eine andere.

Berlin und Brandenburg erleben derzeit eine extreme Hitzewelle.

Laut einer Pressemitteilung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom 25. Juni werden an diesem Wochenende Temperaturen von bis zu 40, vereinzelt sogar über 41 °C erwartet, mit möglichen neuen Rekorden für die Region, und das bereits im Juni, ungewöhnlich früh im Jahr.

Dazu kommen sogenannte tropische Nächte, in denen die Temperaturen nicht unter 20 °C sinken. Wohnungen und Gebäude können kaum noch auskühlen, nächtliches Lüften hilft dann kaum noch.

Für uns alle ist das längst keine abstrakte Klimadebatte mehr. Es sind heiße Wohnungen, aufgeheizte Gebäude und Nächte, in denen kaum noch Abkühlung möglich ist.

Das verändert auch den Blick auf nachhaltiges Bauen.

Lange wurde Energieeffizienz vor allem mit dem Winter verbunden: Dämmung, Heizkosten, Wärmeverluste. Doch mit immer häufigeren Hitzewellen rückt ein weiteres Thema in den Mittelpunkt: der sommerliche Wärmeschutz.

Das Umweltbundesamt macht in seiner Studie „Kühle Gebäude im Sommer“ deutlich: Einzelne Maßnahmen reichen heute nicht mehr aus. Entscheidend ist das Zusammenspiel: außenliegender Sonnenschutz, eine leistungsfähige Gebäudehülle, intensive Nachtlüftung und eine durchdachte Bauweise. Nur in Kombination lässt sich einer Überhitzung wirksam begegnen.

Auch im Holzbau gewinnt dieses Thema zunehmend an Bedeutung.

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) beschreibt, dass Holzbauten mit Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen gute konstruktive Voraussetzungen für den sommerlichen Wärmeschutz bieten können. Gleichzeitig gilt: Eine gute Dämmung schützt im Winter, kann aber im Sommer bei unzureichender Planung zur Überhitzung beitragen. Nicht ein einzelner Baustoff entscheidet über den Komfort, sondern das Zusammenspiel aller Bauteile und die Qualität der Planung.

Wir planen keine Gebäude, wir montieren sie. Genau deshalb erleben wir täglich auf unseren Baustellen, wie sich der Holzbau weiterentwickelt und welche Anforderungen nachhaltiges Bauen heute erfüllen muss.

Für uns bedeutet Holzbau weit mehr als ein nachwachsender Baustoff. Er ist Teil moderner Baukonzepte, die Ressourcen schonen und Gebäude auf die klimatischen Herausforderungen der Zukunft vorbereiten.

Wenn 40 Grad in Deutschland im Juni keine Ausnahme mehr sind, wird gutes Bauen zur Frage der Zukunftsfähigkeit.

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